Fahrerassistenzsysteme

Magazin über Assistenzsysteme und autonomes Fahren - in der EU

Die EU will die intelligente Anpassung der Geschwindigkeit (ISA)

Bereits 2020 soll ISA für neue typgeprüfte Fahrzeuge verpflichtender Standard werden, 2022 dann für alle Neuwagen. Den Straßenverkehr sicherer zu machen ist ein erklärtes Ziel der EU: 2020 soll die Zahl der Verkehrstoten in der EU gegenüber dem Basisjahr 2010 (31.500) um die Hälfte sinken. 2015 wurden allerdings erst 17 Prozent weniger erreicht. Intelligente Tempobegrenzer könnten für mehr Sicherheit auf Europas Straßen sorgen.



Trotz dieser Zahlen ist ISA (Intelligend Speed Adaptation) umstritten. Der ADAC spricht sich aus "Gründen der Verhältnismäßigkeit" gegen die verpflichtende Einführung der Technik aus. Als einer der ersten Autohersteller bietet Ford für die Modelle Galaxy, S-Max und Edge zwar einen Tempobegrenzer an. Das System lässt sich durch festen Pedaldruck allerdings jederzeit überstimmen und ist außerdem abschaltbar.

Das letzte Wort ist auch bei der EU-Kommission noch nicht gesprochen: Neben nicht überstimmbarer ISA sind auch ausschaltbare Systeme oder lediglich visuelle und akustische Warnhinweise wie bei vielen Navis eine Option.

Man geht allerdings davon aus, dass durch verpflichtende Warnsysteme nur rund acht Prozent der Unfälle verhindert werden - zu wenig für die Ansprüche der EU-Kommission.

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